Engagierte Förderung

Datum: 15. Dezember 2017


Dr. Karl Fischer-Stiftung für Ausbildungsförderung

Die Dr. Karl Fischer-Stiftung für Ausbildungsförderung fördert das Westfälische Kinderdorf LIPPERLAND in Barntrup speziell im Bereich der Ausbildung.



Newsletter

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter.

Die ehemalige Lehrerin und begeisterte Keyboarderin Käthe Fischer hat ihr Streben der Hoffnung und dem Engagement für ihre Mitmenschen gewidmet. Selbst mit einem erfüllten und glücklichen Leben beschenkt, wollte sie im fortgeschrittenen Alter etwas zurückgeben. Aus diesem Grund gründete sie 2003 die „Dr. Karl Fischer-Stiftung für Ausbildungsförderung“ in der Treuhänderschaft der Stiftung Standortsicherung. Seit 14 Jahren fördert diese nach dem von der inzwischen verstorbenen Stifterin gesetzten Motto „Bildung ist die Basis für ein erfülltes Leben“ die Arbeit des Westfälischen Kinderdorfs „Lipperland“ in Barntrup, insbesondere im Bereich der Ausbildung. Auch in diesem Jahr hat der Beirat auf seiner jährlichen Sitzung Förderungen in Höhe von über 13.000 Euro beschlossen.
In den Westfälischen Kinderdörfern finden benachteiligte Kinder und Jugendliche ein Zuhause und eine Zukunft. Sie leben in verschiedenen Wohngruppen sowie Kinderdorffamilien und erfahren Unterstützung zu einem selbstständigen Leben im Alltag. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Möglichkeit, im Kinderdorf eine Ausbildung zu machen. Im „Lipperland“ in Barntrup gibt es drei Bereiche: den Gartenlandschaftsbau, die Tischlerei sowie die Küche.
Mit der Gründung der Dr. Karl Fischer-Stiftung wurden die Ausbildungsbereiche gezielt ausgebaut. Die Stiftung hat zahlreiche wichtige Anschaffungen gefördert. So auch in diesem Jahr eine Kantenanleimmaschine, die die Arbeitsabläufe in der Tischlerei verbessert. Hierfür gab sie 5.500 Euro.
„Es ist wichtig, dass wir auch weiterhin die Ausbildung im Kinderdorf unterstützen und damit den Jugendlichen einen Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft ermöglichen.“, bekräftigt Dr. A. Heinrike Heil, die nach dem Tod der Stifterin in 2013 den Beiratsvorsitz übernommen hat. „Aus diesem Grund werden wir einen Personalkostenzuschuss für die Ausbildung in Höhe von 6.000 Euro leisten.“, informiert Heil. Eine weitere Unterstützung werde der Bereich Gartenlandschaftsbau erhalten. „Eine Akkusense im Wert von rund 1.800 Euro wird hier die Arbeit des engagierten Teams erleichtern.“, bestätigt die Beiratsvorsitzende, die auch Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung ist.
„Die dritte beschlossene Förderung hat einen besonderen Hintergrund und bedarf einer Erklärung.“, führt Heil an. Käthe Fischer hat in den 60er und 70er Jahren zahlreiche Reisen unternommen. Mit ihrem kriegsblinden Ehemann, dem sie auch die Treuhandstiftung gewidmet hat, fuhr sie auf Containerschiffen rund um die Welt. „Über ihre Reisen führte sie ausführlich Tagebuch.“, weiß Heil. Die Tagebücher seien so unterhaltsam und kurzweilig geschrieben, dass die Volkshochschule Lippe-Ost auf sie aufmerksam geworden wäre und beschlossen habe, eine Lesereihe daraus zu machen.
„Im Frühjahr 2018 werden drei Lesungen auf der Burg Sternberg stattfinden.“, gibt Heil bekannt. Grit Asperger, Schauspielerin am Landestheater, wird aus den authentischen Reiseberichten lesen und Rainer Koch wird das Vorgelesene mit Musik aus der jeweiligen Zeit und Region begleiten. „Die Fischer-Stiftung wird in Andenken an ihre Stifterin 15 Freunden, Bewohnern oder Engagierten des Kinderdorfs den Besuch einer Lesung ermöglichen.“, bestätigt Heil.
Das letzte Wort übergibt die Beiratsvorsitzende an Käthe Fischer: „Wir alle tragen Verantwortung für das, was vor unserer Haustür geschieht. Diese Kinder aus zerstörten Familien brauchen unsere besondere Zuwendung und die bestmögliche Ausbildung. Sie haben Anspruch auf unsere Hilfe. Da hilft doch schon der Staat, sagen viele Leute und denken an den nächsten Urlaub und die fälligen Kreditraten. (…) Unser Staat, und das sind wir alle, wird in Zukunft mehr denn je auf den Gemeinsinn seiner Bürger bauen müssen.“.