Anerkennung für Leistung und Motivation

Datum: 6. Juli 2018


Stiftung "Ohne Fleiß kein Preis"

Die Stiftung Ohne Fleiß kein Preis fördert die Bildung junger Menschen ab dem zehnten Lebensjahr bis zum Schulabschluss in den Bildungseinrichtungen in Bad Salzuflen.



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Im Alter von 18 Jahren den ersten Roman veröffentlichen, mit der eigenen Band einen OWL-weiten Contest gewinnen, sich für Mitschüler einsetzen, Aufklärungsarbeit über die Zeit des Holocaust‘ leisten sowie Schülerveranstaltungen organisieren und moderieren. Für diese Leistungen braucht es große Motivation, einen starken Willen und viel Engagement – und es beschreibt die fünf Preisträger, die die Stiftung „Ohne Fleiß kein Preis“ jüngst ausgezeichnet hat. Im Rahmen ihrer vierten Preisverleihung im Rokoko-Saal der Musikschule Bad Salzuflen hat die Stiftung ihre Anerkennung in Form von Urkunden und finanzieller Zuschüsse von insgesamt 2.150 Euro an die Preisträger übergeben.

Den musikalischen Auftakt der Preisverleihung gestaltete ein Preisträger der Stiftung, die Band „Pop-Corns“ der Musikschule Bad Salzuflen. Die sechs Bandmitglieder Sascha Bretthauer, Phillipp Laubenstein, Dustin Janocha, Carlotta Sasse, Arne Echterhof und Paul Linne hatten sich Anfang des Jahres bei der OWL-weiten „Musikschul-Bandtour-Xperince 2018“ den Gesamtsieg erspielt – und sich dabei gegen drei weitere Bands aus Minden, Löhne und Gütersloh durchgesetzt. Sie erhielten von der Stiftung als Band eine Anerkennung von 500 Euro, die sie in neue Technik, einen gemeinsamen Konzertbesuch oder einen anderen Herzenswunsch investieren können.

Nach der Begrüßung durch Hausherr Stephan Otters, Leiter der Musikschule Bad Salzuflen, stellten die Beiratsmitglieder Jörg Herrmann, Dr. A. Heinrike Heil und Jörg Lohmann den Gästen die Arbeit der Stiftung „Ohne Fleiß kein Preis“ vor. „Die Stiftung hat den wunderbaren Zweck, junge Menschen in ihrem Engagement zu unterstützen, sie zu motivieren und mit einer finanziellen Anerkennung zu beschenken.“, weiß Beiratsvorsitzender Herrmann, der im späteren Verlauf auch die Urkunden an die Preisträger übergab. „Gemeinsam mit den Stiftern, die gern im Hintergrund bleiben möchten, wählen wir Einzelpersonen und bzw. oder Schülergruppen aus, die uns im Rahmen unserer Recherche durch ihre besonderen Leistungen auffallen oder die von engagierten Lehrern für eine Auszeichnung vorgeschlagen werden.“, erläutert er.

Aufgefallen ist dabei auch Marie Beckmann. Die Jungautorin aus Bad Salzuflen, die gerade erfolgreich ihr Abitur am Ravensberger Gymnasium in Herford bestanden hat, hatte im vergangenen Jahr im Alter von 18 Jahren ihren ersten Roman veröffentlicht. Auf der Preisverleihung gab sie den Gästen eine Kostprobe aus ihrem Buch „Ying & Yang Rory und Ivan“. „Von Maries besonderem Schreibtalent haben wir aus einem Zeitungsartikel erfahren.“, berichtet Dr. A. Heinrike Heil, stellv. Beiratsvorsitzende und Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung, die die Stiftung „Ohne Fleiß kein Preis“ treuhänderisch verwaltet. „In so jungen Jahren schon einen 332-seitigen Roman zu schreiben und erfolgreich zu veröffentlichen, ist eine tolle Leistung und verdient neben unserem großen Respekt vor ihrem Willen vor allem auch unsere volle Anerkennung!“, lobt Dr. Heil. Marie wird in Kürze ihr nächstes Werk veröffentlichen, einen Fantasy-Roman. Sie erhielt 200 Euro Preisgeld von der Stiftung und weiß auch ganz genau, wofür sie die Summe ausgeben wird: „Für Bücher!“, gibt sie strahlend bekannt.

Ein weitere Preisträgerin war die Schülergruppe bestehend aus Emilie Voth, Ghazal Hosseinmardi, Tim Krügler, Pia Sundermann, Lea Schierling, Hannah Stiffel und Lotta Stölting des Rudolph-Brandes-Gymnasiums, die sich als „Schülerpaten“ für die individuelle Betreuung von begabten Mitschülern der Jahrgangsstufen 5 bis 7 engagiert haben. Sie erhielten von der Stiftung ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro, die sie frei investieren dürfen. „Aber natürlich gemeinsam!“, gibt Herrmann mit einem Augenzwinkern den Hinweis.

Auch eine zweite Schülergruppe wurde für ihr Engagement ausgezeichnet. Maren Herbst, Merle Bobe und Laureen Hannig von der Gesamtschule Aspe erhielten gemeinsam 500 Euro für ihr Engagement bei den Schülerklimagipfeln als Moderatorinnen, Interviewpartnerinnen und Organisatorinnen.

Die fünfte Preisträgerin war die Holocaust-AG der Eduard-Hoffmann-Realschule. Für ihre geplante Exkursion nach Bergen-Belsen im Herbst dieses Jahres finanziert ihnen die Stiftung „Ohne Fleiß kein Preis“ die Fahrtkosten in Höhe von max. 450 Euro.

Den Abschluss der Preisverleihung bildete erneut ein musikalischer Beitrag der „Pop-Corns“. Die Band entließ die Preisträger, Gäste und die Beiratsmitglieder gut gelaunt und zufrieden in einen sommerlich-milden Abend.