Geben macht glücklich

Datum: 23. Februar 2018


Treuhandverwaltung

Die Stiftung Standortsicherung fördert stifterisches Engagement und verwaltet aktuell acht



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Wenn wir anderen Menschen etwas schenken, ziehen wir daraus keineswegs ökonomische Vorteile. Das Gegenteil ist der Fall. Beim Schenken geht es nicht um wirtschaftliche Vorteile, sondern vielmehr darum, anderen zu helfen oder eine Freude zu bereiten. Das wiederum fühlt sich gut für uns an. Dies ist nur ein Beweggrund, warum Menschen sich dazu entschließen, einen Teil oder ihr gesamtes Vermögen in eine Treuhandstiftung oder einen Stiftungsfonds zu geben. Die Stiftung Standortsicherung verwaltet mittlerweile sieben Treuhandstiftungen und vier Stiftungsfonds. Gemeinsam haben sie bereits 1,5 Million Euro in 392 unterschiedliche Projekte in Lippe investiert.

Los ging es im Jahr 2003. Da gründete die zwischenzeitlich leider verstorbene Stifterin Käthe Fischer die „Dr. Karl Fischer-Stiftung für Ausbildungsförderung“ in Andenken an ihren kriegsblinden Ehemann. Sie begründete ihre Entscheidung damals wie folgt: „Unser Staat, und das sind wir alle, wird in Zukunft mehr denn je auf den Gemeinsinn seiner Bürger bauen müssen. Seit 60 Jahren durfte ich ohne Krieg und wirkliche Not leben. Im Frühling 2003 wollte ich dafür Danke sagen.“. Durch ihr Engagement, das auch nach ihrem Tod weiterwirkt, konnte das Kinderdorf Lipperland in Barntrup mit Fördergeld aus der Stiftung in Höhe von über 65.000 Euro Ausbildungsmöglichkeiten für die Jugendlichen schaffen und die Ausbildungsbereiche kontinuierlich weiter ausbauen.

Es sind jedoch nicht nur Privatpersonen, die sich für die Gründung einer eigenen Stiftung entscheiden. „Auch Institutionen sehen darin eine große Chance, nachhaltig in die Region zu investieren.“, weiß Dr. A. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung. Der Stiftungsfonds „Umweltstiftung Lippe“ wurde zum Beispiel vom Kreis Lippe errichtet. Die „Stiftung der Hochschule für Musik Detmold“ von der gleichnamigen Hochschule. „Die Umweltstiftung Lippe hat ihre Arbeit im Jahr 2008 aufgenommen und seitdem bereits rund 398.000 Euro in gemeinnützige Projekte zur Umweltbildung und zum Umweltschutz in Lippe investiert.“, informiert sie. Die Stiftung der Hochschule für Musik wurde in 2006 gegründet. „Auch sie förderte bereits mit mehr als 390.000 Euro die Arbeit der Hochschule und ihrer Studierenden.“, sagt Dr. Heil, die selbst auch teilweise in den Beiräten der Treuhandstiftungen aktiv ist.

Der Vorteil einer Gründung in Treuhänderschaft oder als Stiftungsfonds ist, dass sich die Stifter und Stifterinnen ganz auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren können und die Verwaltung in den Händen der Treuhänderin liegt. „So kümmert sich die Stiftung Standortsicherung um die Mittelvergabe, die finanzielle Verwaltung inkl. der Anlage der jeweiligen Vermögen, die Einberufung der Gremien, oft auch die Projektbetreuung und -organisation und vieles mehr.“, berichtet Dr. Heil aus dem vielfältigen Stiftungsalltag. „Dies tut sie stets nach dem Stifterwillen, der in der jeweiligen Satzung festgelegt wird, sodass er auch nach dem Tode erhalten bleibt.“, betont sie.

Auch im Jahr 2018 haben die sieben Treuhandstiftungen und vier Stiftungsfonds wieder zahlreiche Projektförderungen geplant. Erstmalig wird auch bei dem erst im vergangenen Jahr gegründeten Stiftungsfonds „Siegfried-Kunte-Stiftung“ eine Förderung beschlossen. „Für die Gründung des Stiftungsfonds haben wir den Stiftungszweck und damit die Satzung der Stiftung Standortsicherung erweitert.“, berichtet Dr. Heil. „Haben wir zuvor Projekte im Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur gefördert, so kommen jetzt auch Förderungen im Bereich Ehrenamt hinzu.“, freut sie sich mit Ausblick auf das aktuelle Förderjahr.