HINTERGRUND
Seit 1875 steht das Hermannsdenkmal als markantes Symbol im Teutoburger Wald. Generationen haben es mit unterschiedlichen Werten verbunden – von Freiheit und Nationalstolz bis hin zu Zusammenhalt. Zum 150-jährigen Jubiläum nahm das Lippische Landesmuseum seine Geschichte zum Anlass, zugleich neue Fragen zu stellen: Was bedeutet das Denkmal heute? Und welche Rolle spielen Denkmäler in einer vielfältigen Gesellschaft?
ZIEL
Mit der Sonderausstellung „Denk:mal! 150 Jahre Hermannsdenkmal“ machte das Museum das Hermannsdenkmal zum Ausgangspunkt für eine kritische Auseinandersetzung mit Denkmälern und Erinnerungskultur. Ziel war es, Geschichte verständlich zu vermitteln, neue Perspektiven zu eröffnen und unterschiedliche Besuchergruppen anzusprechen. Knapp 10.000 Menschen besuchten die Ausstellung während ihrer Laufzeit.
INHALT
Vom 22. November 2025 bis 26. April 2026 verband die Ausstellung die Geschichte des Hermannsdenkmals mit einem Blick auf Denkmäler in aller Welt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf innovativen Präsentationsformen: Für das Projekt entwickelte Hologrammvitrinen ließen internationale Monumente als dreidimensionale Modelle im Museum erscheinen. Ergänzt wurde das Angebot durch eine VR-Station, Führungen, ein kulturpädagogisches Programm und eine Vortragsreihe.
Die Hologrammvitrinen entstanden gemeinsam mit regionalen Unternehmen. Teile der geschaffenen digitalen Infrastruktur bleiben dem Lippischen Landesmuseum erhalten und werden auch künftig für Ausstellungen genutzt.
Foto: Hans-Christian Hein / pixelio.de